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Peer-reviewedCC BY 4.0Innere Medizin (Heidelberg, Germany)

Infektion mit Orientia tsutsugamushi und nosokomiale Pneumonie

7 affiliations
  1. 1I. Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  2. 2Institut für Infektionsforschung und Impfstoffentwicklung (IIRVD), Zentrum für Innere Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  3. 3Abteilung für klinische Immunologie von Infektionskrankheiten, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg, Deutschland
  4. 4Standort Hamburg – Lübeck – Borstel – Riems, Deutsches Zentrum für Infektionsforschung, Hamburg, Deutschland
  5. 5Klinik für Intensivmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20251 Hamburg, Deutschland
  6. 6Abteilung für Pneumologie, II. Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  7. 7Abteilung für Klinische Forschung, Abteilung für Klinische Forschung, Hamburg, Deutschland

Abstract

Hintergrund: Das Tsutsugamushi-Fieber ist eine durch Orientia tsutsugamushi verursachte, in Europa selten diagnostizierte Infektion, die in mehreren Ländern Asiens sowie in Chile endemisch ist. Das klinische Bild ist häufig unspezifisch und reicht von Fieber, Myalgien, Lymphadenopathie und einem makulopapulösen Exanthem bis hin zu schweren Verläufen mit Multiorganbeteiligung.

Fallbericht: Ein 34-jähriger Mann stellte sich nach Rückkehr aus Thailand mit Fieber, Myalgien, Lymphadenopathie und einem makulopapulösen Exanthem vor. Trotz kalkulierter antiinfektiver Therapie kam es zu einer raschen klinischen Verschlechterung mit respiratorischer Insuffizienz, Vigilanzminderung und Hypotonie. Mit einer Polymerase-Kettenreaktions(PCR)-Analyse aus Vollblut konnte Orientia tsutsugamushi nachgewiesen werden. Unter Doxycyclin sowie Meropenem bei einer nosokomialen Pneumonie besserte sich der Zustand rasch.

Schlussfolgerung: Dieser Fall unterstreicht, dass es wichtig ist, bei Reiserückkehrer:innen mit Fieber unklarer Genese an das Tsutsugamushi-Fieber zu denken. Eine zeitgerechte klinische oder molekulare Diagnostik sowie die rasche Einleitung einer wirksamen Therapie sind entscheidend, wenn schwere Verläufe mit Multiorganbeteiligung und sekundären Komplikationen verhindert werden sollen.

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AB  - Hintergrund: Das Tsutsugamushi-Fieber ist eine durch Orientia tsutsugamushi verursachte, in Europa selten diagnostizierte Infektion, die in mehreren Ländern Asiens sowie in Chile endemisch ist. Das klinische Bild ist häufig unspezifisch und reicht von Fieber, Myalgien, Lymphadenopathie und einem makulopapulösen Exanthem bis hin zu schweren Verläufen mit Multiorganbeteiligung.  Fallbericht: Ein 34-jähriger Mann stellte sich nach Rückkehr aus Thailand mit Fieber, Myalgien, Lymphadenopathie und einem makulopapulösen Exanthem vor. Trotz kalkulierter antiinfektiver Therapie kam es zu einer raschen klinischen Verschlechterung mit respiratorischer Insuffizienz, Vigilanzminderung und Hypotonie. Mit einer Polymerase-Kettenreaktions(PCR)-Analyse aus Vollblut konnte Orientia tsutsugamushi nachgewiesen werden. Unter Doxycyclin sowie Meropenem bei einer nosokomialen Pneumonie besserte sich der Zustand rasch.  Schlussfolgerung: Dieser Fall unterstreicht, dass es wichtig ist, bei Reiserückkehrer:innen mit Fieber unklarer Genese an das Tsutsugamushi-Fieber zu denken. Eine zeitgerechte klinische oder molekulare Diagnostik sowie die rasche Einleitung einer wirksamen Therapie sind entscheidend, wenn schwere Verläufe mit Multiorganbeteiligung und sekundären Komplikationen verhindert werden sollen.
SN  - 2731-7080
SN  - 2731-7099
ER  -