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Peer-reviewedCC BY 4.0Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz

Einflüsse von Klimawandel und Wetter auf die körperliche Aktivität

  1. 1Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit (CPD), Alte Brauerei, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Röntgenstraße 7, 68167 Mannheim, Deutschland

Abstract

Schon heute wird aus Public-Health-Sicht das gesundheitsförderliche Potenzial körperlicher Bewegung nicht ausreichend genutzt. Der Temperaturanstieg und weitere klimatische Veränderungen könnten bestehende Bewegungsdefizite zusätzlich verstärken. Die vorliegende narrative Übersicht untersucht daher, welche Relevanz Klima und Wetter für die körperliche Aktivität haben und wie sich der Klimawandel künftig auf das Bewegungsverhalten auswirken könnte.

Zahlreiche retrospektive Studien belegen insbesondere die Bedeutung der Lufttemperatur. Während steigende Außentemperaturen Bewegung bis zu einem gewissen Punkt begünstigen, nimmt sie bei hohen Temperaturen wieder ab. Studien zeigen zudem, dass körperliche Aktivität während akuter Hitzewellen deutlich eingeschränkt sein kann. Der typische umgekehrt u‑förmige Zusammenhang zwischen Lufttemperatur und Bewegung erreicht seinen Scheitelpunkt bei etwa 26 °C bis 29 °C. Er wird jedoch durch weitere Klimaelemente sowie individuelle, zeitliche und räumliche Faktoren beeinflusst, was Prognosen des künftigen Bewegungsverhaltens erschwert. Während sich körperliche Aktivität retrospektiv gut modellieren lässt, kommen Projektionen daher zu unterschiedlichen, teils widersprüchlichen Ergebnissen.

Bislang bleibt offen, in welchen Zeiträumen und Settings der fortschreitende Klimawandel insgesamt zu einer Zu- oder einer Abnahme körperlicher Aktivität führen wird, etwa in Deutschland. Unabhängig davon sollten Präventionsansätze wie Hitzeaktionspläne und Musterhitzeschutzpläne darauf abzielen, einer weiteren Verstärkung bestehender Bewegungsdefizite insbesondere bei vulnerablen Gruppen im Sommer und bei Hitzewellen entgegenzuwirken.

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AB  - Schon heute wird aus Public-Health-Sicht das gesundheitsförderliche Potenzial körperlicher Bewegung nicht ausreichend genutzt. Der Temperaturanstieg und weitere klimatische Veränderungen könnten bestehende Bewegungsdefizite zusätzlich verstärken. Die vorliegende narrative Übersicht untersucht daher, welche Relevanz Klima und Wetter für die körperliche Aktivität haben und wie sich der Klimawandel künftig auf das Bewegungsverhalten auswirken könnte.  Zahlreiche retrospektive Studien belegen insbesondere die Bedeutung der Lufttemperatur. Während steigende Außentemperaturen Bewegung bis zu einem gewissen Punkt begünstigen, nimmt sie bei hohen Temperaturen wieder ab. Studien zeigen zudem, dass körperliche Aktivität während akuter Hitzewellen deutlich eingeschränkt sein kann. Der typische umgekehrt u‑förmige Zusammenhang zwischen Lufttemperatur und Bewegung erreicht seinen Scheitelpunkt bei etwa 26 °C bis 29 °C. Er wird jedoch durch weitere Klimaelemente sowie individuelle, zeitliche und räumliche Faktoren beeinflusst, was Prognosen des künftigen Bewegungsverhaltens erschwert. Während sich körperliche Aktivität retrospektiv gut modellieren lässt, kommen Projektionen daher zu unterschiedlichen, teils widersprüchlichen Ergebnissen.  Bislang bleibt offen, in welchen Zeiträumen und Settings der fortschreitende Klimawandel insgesamt zu einer Zu- oder einer Abnahme körperlicher Aktivität führen wird, etwa in Deutschland. Unabhängig davon sollten Präventionsansätze wie Hitzeaktionspläne und Musterhitzeschutzpläne darauf abzielen, einer weiteren Verstärkung bestehender Bewegungsdefizite insbesondere bei vulnerablen Gruppen im Sommer und bei Hitzewellen entgegenzuwirken.
SN  - 1436-9990
SN  - 1437-1588
ER  -